Unsere Theaterstücke und Musicals 2012

Kleiner König Kalle Wirsch


Kindermusical nach einer Geschichte von Tilde Michels

 

Aufführung am 30.09. und 01.10.2012 im Capitol Offenbach

Inhalt:

"Ich, Zoppo Trump, fordere den Erdmännchenkönig Kalle Wirsch zum Kampf! Dieser Kampf soll zur Zeit des nächsten Vollmondes in der Wiwogitrumu-Burg ausgetragen werden!" Zoppo Trump möchte UNBEDINGT König aller Erdmännchenvölker werden. Doch auf einen Kampf mit Kalle Wirsch möchte sich der feige Zoppo dann doch nicht einlassen. Deshalb muss Kalle weg. Zoppo lässt sich auch einiges einfallen, um Kalle aus dem Weg zu räumen. Ob das klappt? Immerhin hat der ja Hilfe von den zwei Menschenkindern Max und Jenny….

Hier gibt es unser Programm mit allen Mitwirkenden zu "Kleiner König Kalle Wirsch" zum Runterladen:

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Die gestohlene Fantasie

ein getanztes Märchen nach einer Geschichte der Locomotion Tanzkinder

 

Aufführung am 01.10.2012 im Capitol Offenbach

 

Regie: Julia Sedlaczek

Gesamtleitung: Iris Rebaudo und Sandra Sedlaczek

Choreographien: Tatiana Kazarian, Elena Kutola, Iris Rebaudo

Technik: Pascal Simon

Inhalt:

Wir haben uns gefragt, was wir uns am meisten wünschen und haben festgestellt, dass das meistens Wünsche sind, die man nicht kaufen kann. Zum Beispiel Glück, Gesundheit, Freundschaft und Liebe. Solche Dinge. Wenn so ein Wunsch in Erfüllung geht, dann ist man wirklich glücklich. Aber was passiert, wenn es die Dinge, die wir uns wünschen, nicht mehr gibt? Wenn sie irgendwo verloren gegangen sind?

 

Gemeinsam tanzen und spielendie Kinder der Locomotion Tanzbühne die Geschichte der Zwerge, die tief unter der Erde leben und tagein tagaus nach Gold und Edelsteinen graben. Eines Tages stoßen sie auf einen ihrer wertvollsten Schätze: einen Sack voll Fantasie! Die Freude ist groß und so veranstalten sie ein Fest, zu dem all ihre Freunde eingeladen werden. Die Glühwürmchen und Fledermäuse, Einhörner und Waldfeen und sogar die Hexenkommen zu Ehren der Fantasie. Doch auch der böse und mächtige Zauberer Schnackelhannes erfährt von dem großartigen Fund und schickt seine tollpatschigen Trolle, um den Sack mit Fantasie zu stehlen. Doch welchen Zauberspruch er auch spricht und wie gut er auch auf den Sack einredet, nichts passiert! Mit Hilfe der Fledermäuse erkennt er, dass es ihm an etwas Wichtigem fehlt, nämlich Freunden. Denn was nützt einem Fantasie, wenn man sie nicht teilen kann?



Rückblick:

Unsere Kinder sollen im Rampenlicht stehen!

 

Das war unser Motto für diese Veranstaltung.

 

Nicht alle unsere Kinder konnten bei unserem Kindermusical "Kleiner König Kalle Wirsch" mitwirken: zu jung für einen langen Theatertag, noch nicht so lange dabei, zu unsicher, lange krank gewesen….

 

Auf einer Bühne zu tanzen, zu sprechen oder zu singen ist sehr aufregend. Und ungeheuer schön. Die Kinder werden mit jedem Auftritt selbstbewusster und selbstsicherer. Sie lernen, Lampenfieber positiv zu nutzen, Ängste zu überwinden und sind stolz auf ihre Leistung, für die sie trainiert haben. Gerade unseren jüngsten, neuesten, behinderten Kindern wollten wir diese Erfahrung nicht vorenthalten.

 

Für die meisten Darsteller war die heutige Darbietung der erste große Auftritt auf einer professionellen Bühne. Es ging uns ja auch nicht darum, Bestleistungen zu zeigen, sondern unseren Kindern die Erfahrung zu gönnen, sich vor Publikum zu präsentieren und dies zu genießen. Wir gingen also davon aus, dass dabei viele Pannen passieren können und dürfen. Wir wurden nicht enttäuscht.

 

Statt auf der Bühne waren die Zwerge und die Fledermäuse eher am Buffett zu finden, der Sack mit der Fantasie war nie dort, wo man ihn vermutete, die holden Feen verdroschen harmlose (wenn auch im Weg herumstehende) Zwerge mit ihrem Zauberstab, Glühwürmchen verloren auf dem Weg zur Bühne ihr halbes Kostüm und die Batterie der Taschenlampe sowieso. Hexen versuchten, ihren Besen mittels Nasenzauber zu fixieren, herumliegende Kulissen wurden kurzerhand überrannt (hat beim ersten Mal dagegenlaufen nicht funktioniert, aber beim vierten Mal!), es wurden Auf- und Abgänge auf die Bühne gefunden, die kein Mensch dort vermutet hätte.

 

Unglaublich, wieviel Personal eine Fledermaus braucht, die mal "kurz" Pippi muss! Unglaublich auch die Mutter, die 3 Minuten vor Auftritt im vollen Fledermaus-Ordinat aufkreuzte um ihrem Kind Starthilfe beim Bühnenauftritt zu geben.

 

Das Werkstatt-Team (die legendären Rubinos!) hat irgendwo in der Buffett-Ecke Tränen gelacht (und war somit unbrauchbar), mein gestandenes Kalle Wirsch-Team saß im Publikum (und war somit unerreichbar). Iris lief mit etlichen Zwergen am Arm hektisch umher (und suchte den Rest der Zwerge), Elena suchte ihre Zauberstäbe, Tatiana war irgendwo in der Garderobe beim Schminken (ich hoffte, irgendjemand würde sie und ihre Kinder rechtzeitig holen....), Julia sprach mit Schweißperlen auf der Stirn hektisch in ihr Funkgerät und holte sich Beistand aus der Technik, eine Mutter (eine gestandene Kinderbetreuerin!) erklärte mir 2 Minuten vor Start, dass sie so was NIE MEHR! mitmacht. Bevor es losging war ich klatsch-nass. Ich habe noch nie so viel geschwitzt bei einer Aufführung.

 

Aber: Ich habe noch nie so viel gelacht bei einer Aufführung. Ich hatte noch nie so viel Spass bei einer Aufführung. Ich hatte noch nie so viele Aha-Momente bei einer Aufführung. Ich habe noch nie so viel gelernt, wie bei dieser Aufführung und ich war noch nie so stolz wie bei dieser Aufführung.

 

75 Kinder mit und ohne Behinderungen waren auf der Bühne. Ich habe behinderte Kinder gesehen, die kleineren (nicht-behinderten) Kindern bei der Maske oder mit dem Kostüm geholfen haben haben. Alle Kinder haben sich letztendlich getraut und waren auf der Bühne (einige nur zur Verbeugung, aber auch das ist eine großartige Leistung! Ungläubige Eltern nehme ich nächstes Jahr gerne mit auf die Bühne....) Ältere Kinder haben den kleineren die Bühne gezeigt (ok, sie haben auch einiges gezeigt, was nicht so sinnvoll war). Aber wir waren EIN Team und das hat mich sehr bewegt.

 

Ich habe tolle Tanz-Kinder. Ich habe tolle Eltern dazu. Ich habe ein fantastisches Team. Ich habe großartige Töchter. Ich glaube, dass wir gemeinsam ganz viel auf die Beine bringen können.

 

Und ich freue mich schon drauf im nächsten Jahr. Ich fand uns einfach großartig!

 

Sandra



Mona Maria - Spurlos verschwunden!

 

Ein Kriminalstück nach einer Idee der Locomotion Theater-Kids

 

Aufführung am 28.06.12 um 18:30 Uhr in der VIB-Werkstatt

 

Es spielen:
Rudi Lemke: Tatjana Ninkovic
der Detektivclub: Esther Lindau, Nina Lehnert, Samira Ilter, Marlene Grün, Nia Tziogos
Frau Siebenschroth: Nela Tomas
Frau Habicht: Cora Hellenthal
die Polizisten: Vanessa Thang, Alexandra Angelidis
Oberkommissarin Geist: Lea Geist
Fräulein Tomas: Nela Tomas
das hohe Gericht: Klara Wolff
Gerichtsdiener: Melanie Kempf
Regie: Julia Sedlaczek



Inhalt:

„Mit der Siebenschroth wäre es auch in der Disco langweilig“. Da sind sich die die Schülerinnen Nina, Esther, Nia, Samira und Marlene einig. Die überspannte Lehrerin plant jedoch auch leider keinen Discobesuch sondern einen Besuch im Offenbacher Kunstmuseum. Gerettet wird der Ausflug nur von dem sympathischen Museumswächter Herrn Lemke. Doch der gerät am nächsten Tag unter den dringenden Tatverdacht, das kostbare Gemälde „Mona Maria“ gestohlen zu haben. Die fünf Freundinnen können sich das gar nicht vorstellen und gründen einen Detektivclub um die Sache zu klären. Was für eine Rolle spielt Frau Habicht, die Museumsdirektorin? Wo ist nur das Bild abgeblieben? Und reicht die Beweislage um Herrn Lemke tatsächlich hinter Gitter zu bringen?

Nachwort


Liebe Theaterkids,


ein anstrengendes Jahr liegt hinter euch. Erst die Proben für „Aladdin“, die viel Zeit gekostet haben, dann der Umzug in die Lukasgemeinde und schließlich der Umzug in unsere eigenen Räume in der Seligenstädter Straße. Dazu viele neue Kinder in der Gruppe und mich, die ich mit hundert verschiedenen Sachen beschäftigt war. Trotzdem habt ihr die Mona Maria gemalt, Erpresserbriefe ausgeschnitten, Text gelernt (na ja – mehr oder weniger…) und Julia und mich dazu gebracht, uns über viele juristischen Fragen schlau zu machen.
Dann endlich der große Tag: die Aufführung von „Mona Maria – Spurlos verschwunden“ als Krimi-Dinner. Ein ganz großes Dankeschön an Ulrich, der uns einen Abend vorher noch die Scheinwerfer montiert hat (das hat länger als die Aufführung gedauert!) und an meine Mütter Ruth und Sonja, die den ganzen Tag die Häppchen vorbereitet haben.
Kaum ging es los, habt ihr Julia und mich von der Generalprobe ausgeschlossen! Während wir mit Schweißperlen auf der Stirn allen im Weg rumstanden, habt ihr alleine geprobt und die Verbeugung einstudiert. Während Julia die Gäste begrüßt und hektisch die Fernbedienung für die Scheinwerfer auswendig gelernt hat, habt ihr euch souverän aufgestellt und dann euer Stück begonnen.
Natürlich gab es Pannen. Da ging doch zum Beispiel diese blöde Aktentasche von Frau Siebenschroth nicht auf, Sunny mochte die Schulklingel nicht besonders und hat das lautstark kundgetan und 15 Minuten Text waren auf einmal verschwunden und im ganzen Stück nicht mehr auffindbar. Alle diese kleinen Missgeschicke habt ihr jedoch ganz professionell überspielt und allen Gästen einen schönen und unterhaltsamen Abend beschert. Nur am Ende flossen ganz unprofessionelle, dafür umso ehrlichere Tränen: beim Abschied von Cora, die wir nach den Sommerferien echt vermissen werden.

Julia und ich sind super stolz auf euch!

Sandra